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HypoVereinsbank Geschäftsergebnis 2005


22.03.2006
Ad hoc

Die HVB (ISIN DE0008022005 / WKN 802200) verzeichnete im Jahr 2005 eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung und konnte den guten operativen Trend der letzten zwei Jahre spürbar forcieren. Nach einer auch im vierten Quartal ausgezeichneten Entwicklung der operativen Kernerträge hat die HVB Group für das Gesamtjahr 2005 mit einem bereinigten Gewinn von 1.163 Mio. EUR (unbereinigt 642 Mio. EUR) ihre ambitionierte Zielmarke von rund 1 Mrd. EUR klar übertroffen. Die bereinigte Eigenkapitalrentabilität nach Steuern lag mit 10,0% (unbereinigt 5,5%) ebenso deutlich über der Zielbandbreite von 8% bis 9%. Mit einer Dividende von 0,25 EUR je Stammaktie sollen die Aktionäre der HVB an der substanziellen Ergebnisverbesserung beteiligt werden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2005 ist durch Sonderaufwendungen geprägt, die im Zusammenhang mit der Integration der HVB Group in die UniCredit-Gruppe stehen. Es handelt sich dabei um Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 546 Mio. EUR. Darüber hinaus wurden in der Kreditrisikovorsorge höhere pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 147 Mio. EUR gebildet. Insgesamt ist die Erfolgsrechnung der HVB Group durch Sondereffekte in Höhe von 693 Mio. EUR belastet (nachfolgend als "Restrukturierungsaufwendungen und zusätzliche Kreditrisikovorsorge" bezeichnet). Im Vorjahr wirkten sich Sonderbelastungen in Höhe von insgesamt 2.915 Mio. EUR aus. Diese bestehen aus der Zuführung zu Sonderwertberichtigungen (2.500 Mio. EUR), der Zuführung zu Restrukturierungsrückstellungen (250 Mio. EUR) und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (165 Mio. EUR). Um einen ökonomisch aussagefähigen Vergleich der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2005 mit den Vorjahreszahlen zu ermöglichen, gehen die nachfolgenden Erläuterungen zur Erfolgsentwicklung jeweils auf die um die genannten Sondereffekte bereinigten Werte ein.

Die Ergebnisse im Einzelnen

Bei der Entwicklung der operativen Kernerträge zeigte sich eine weitere qualitative Verbesserung der Ertragsstruktur mit Ergebniszunahmen bei allen drei Hauptertragsquellen der operativen Erträge.

Der Zinsüberschuss stieg - trotz ungünstiger gesamtwirtschaftlicher Bedingungen und einer verhaltenen Kreditnachfrage - infolge struktureller Margenverbesserungen und strikt risikoadjustiertem Pricing stärker als geplant um 3,9% auf 5.885 Mio. EUR (Vorjahr: 5.662 Mio. EUR).

Im Jahresverlauf 2005 konnte der Provisionsüberschuss um sehr erfreuliche 13,9% auf 3.240 Mio. EUR zulegen (Vorjahr: 2.845 Mio. EUR) und unsere hohen Erwartungen sogar übertreffen. Dabei erhöhten sich die Erfolgsbeiträge aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft insbesondere durch den auch in diesem Jahr sehr erfolgreichen Absatz innovativer Finanzprodukte. Ebenso stieg der Provisionsüberschuss aus dem Außenhandelsgeschäft und Zahlungsverkehr sowie aus dem Kreditgeschäft.

Das Handelsergebnis legte sehr deutlich um 27,2% von 728 Mio. EUR auf erfreuliche 926 Mio. EUR zu, obwohl das im zweiten Quartal 2005 aufgrund der Ereignisse am US-Automobilmarkt hervorgerufene schwierige Kapitalmarktumfeld das Ergebnis belastete. Hierbei hat sich vor allem unser kundengetriebener Geschäftsansatz als erfolgreich erwiesen.

Infolge von Einmalbelastungen ging der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen auf -143 Mio. EUR (2004: 23 Mio. EUR) zurück. Bezogen auf den gesamten Jahresverlauf 2005 erhöhten sich die operativen Erträge um 7,0% auf 9.908 Mio. EUR (Vorjahr: 9.258 Mio. EUR).

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber Vorjahr (6.118 Mio. EUR) um 7,6% auf 6.582 Mio. EUR und lagen - aufgrund anhaltend straffen Kostenmanagements und der Umsetzung von PRO - damit nur leicht über Planhöhe. Aufwandserhöhend wirkten sich im Jahresverlauf Erstkonsoliderungseffekte, Währungseffekte, außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude sowie höhere Bonuszahlungen und Halteprämien aus. Ohne die saldierten Erst- und Entkonsolidierungseffekte sowie Währungseffekte fiel der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen mit 4,2%spürbar geringer aus. Werden zudem noch die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude sowie höhere Bonuszahlungen und Halteprämien berücksichtigt, so liegt das organische Wachstum nur noch bei 1,0%. Die Cost-Income-Ratio belief sich zum Jahresende auf 66,4% und lag damit nur geringfügig über dem Wert des letzten Jahres (66,1%).

In der Kreditrisikovorsorge des vierten Quartals ist eine zusätzliche Kreditrisikovorsorge aufgrund höherer pauschalierter Einzelwertberichtigungen (147 Mio. EUR) enthalten. Darüber hinaus hat die HVB Group ihre gute finanzielle Entwicklung im Berichtsjahr genutzt, und ist bei der Bemessung der Risikovorsorge bei einzelnen Kreditengagements an den oberen Rand des Ermessensspielraums gegangen. Infolge dessen lag die Kreditrisikovorsorge - ohne die zusätzliche Kreditrisikovorsorge von 147 Mio. EUR - mit 1.366 Mio. im Gesamtjahr 2005 zwar leicht über dem prognostizierten Bedarf von ca. 1,3 Mrd. EUR. Dennoch reduzierte sie sich mit 23,9% sehr deutlich gegenüber Vorjahr (1.795 Mio. EUR).


Bereinigt um die zusätzliche Kreditrisikovorsorge legt das Betriebsergebnis infolge der überzeugenden operativen Performance auf 1.960 Mio. EUR zu, was einer Steigerung gegenüber Vorjahr (1.345 Mio. EUR) um signifikante 45,7% entspricht. Unbereinigt erreichte das Betriebsergebnis 1.813 Mio. EUR, 34,8% mehr als 2004 (1.345 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2005 lag das Finanzanlageergebnis bei 321 Mio. EUR (gegenüber 14 Mio. EUR im Vorjahr). Einerseits sind darin Verkaufsgewinne im Zuge des weiterhin konsequenten Abbaus mehrerer nicht-strategischer Beteiligungen enthalten. Dagegen stehen insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit der im dritten Quartal angekündigten Umstrukturierungsmaßnahme bei iii-Investments.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß des neuen IFRS 3 seit 1. Januar 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht vorzunehmen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres war mit Goodwillabschreibungen in Höhe von 165 Mio. EUR belastet.

In den übrigen Erträgen und Aufwendungen sind im Wesentlichen Verlustübernahmen für Gesellschaften, die dem Segment Real Estate Restructuring zugeordnet sind, ausgewiesen. Diese Aufwendungen haben sich im Jahr 2005 nach einem Anstieg im vierten Quartal gegenüber 2004 erhöht. Damit haben wir die Voraussetzungen für einen spürbaren Rückgang der Verlustübernahmen in den Folgejahren geschaffen. Da im Vorjahr zusätzlich noch der Aufwand aus der Risikoabschirmung für die Hypo Real Estate Group in Höhe von 130 Mio. EUR enthalten war, ging der gesamte Saldo auf -289 Mio. EUR von -357 Mio. EUR in 2004 zurück.

Nach 60 Mio. EUR im dritten Quartal und 486 Mio. EUR im vierten Quartal beliefen sich die Aufwendungen für Restrukturierungsrückstellungen im Geschäftsjahr 2005 auf insgesamt 546 Mio. EUR. Diese stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der HVB mit UniCredit. Auf die Reorganisation des Segments "Firmenkunden Österreich" der Bank Austria Creditanstalt entfallen 90 Mio. EUR.

Das um "Restrukturierungsaufwendungen und zusätzliche Risikovorsorge" bereinigte Ergebnis vor Steuern lag 2005 mit 1.992 Mio. EUR fast doppelt so hoch wie das bereinigte Vorjahresergebnis (1.002 Mio. EUR). Das unbereinigte Ergebnis vor Steuern belief sich auf 1.299 Mio. EUR, während es im Vorjahr deutlich negativ ausgefallen war.

Im Jahr 2005 entfallen vom Jahresüberschuss 395 Mio. EUR auf Anteile Konzernfremder. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber 2004 (288 Mio. EUR) um 37,2%, wesentlich bedingt durch die Erstkonsolidierung der IMB sowie höhere Gewinne aus der BA-CA Gruppe. Nach Abzug der Fremdanteile ergab sich ein unbereinigter Gewinn in Höhe von 642 Mio. EUR nach einem Verlust im Vorjahr. Bereinigt um "Restrukturierungsaufwendungen und zusätzliche Risikovorsorge" beträgt der Gewinn 1.163 Mio. EUR, das entspricht nahezu dem Zweieinhalbfachen des bereinigten Vorjahresgewinns (490 Mio. EUR).

Gewinn- Und Verlustrechnung Vom 1. Januar Bis 31. Dezember 2005
(bereinigt) 1)

in Mio EUR 1.1. - 31.12. 1.1. - 31.12. Veränderung
2005 2004 in Mio. EUR in %
Zinsüberschuss 5.885 5.662 +223 +3,9 Kreditrisikovorsorge 1.366 1.795 -429 -23,9 Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorge 4.519 3.867 +652 +16,9 Provisionsüberschuss 3.240 2.845 +395 +13,9 Handelsergebnis 926 728 +198 +27,2 Verwaltungsaufwand 6.582 6.118 +464 +7,6 Saldo sonstige betriebliche
Erträge/Aufwendungen -143 23 -166 Betriebsergebnis 1.960 1.345 +615 +45,7 Finanzanlageergebnis 321 14 +307 >+100,0 Aufwendungen für -- -- -- --
Restrukturierungen Zuführung zu
Sonderwertberichtigungen -- -- -- --
Saldo übrige Erträge/
Aufwendungen -289 -357 +68 +19,0 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/
Ergebnis vor Steuern 1.992 1.002 +990 +98,8 Ertragsteuern 402 2) 224 3) +178 +79,5 Ergebnis nach Steuern 1.590 778 +812 >+100,0 Fremdanteile am Ergebnis -427 -288 3) -139 -48,3 Gewinn/Verlust 1.163 490 +673 >+100,0 nachrichtlich: Summe
operative Erträge 9.908 9.258 +650 +7,0

1) 2005 bereinigt um "Restrukturierungsaufwendungen und zusätzliche Kreditrisikovorsorge" 2004 bereinigt um Goodwillabschreibungen, Aufwendungen für Restrukturierungen und Zuführung zu Sonderwertberichtigungen.
2) kalkuliert auf der Basis der Steuerquote vor Bereinigungen (20,2%).
3) Steueraufwand und Fremdanteile entsprechen den Werten aus der GuV vor Bereinigungen.

Gewinn- Und Verlustrechnung Vom 1. Januar Bis 31. Dezember 2005
(nach festgestellten Jahresabschlüssen)

in Mio EUR 1.1. - 31.12. 1.1. - 31.12. Veränderung
2005 2004 in Mio EUR in %
Zinsüberschuss 5.885 5.662 +223 +3,9 Kreditrisikovorsorge 1.513 1.795 -282 -15,7 Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorge 4.372 3.867 +505 +13,1 Provisionsüberschuss 3.240 2.845 +395 +13,9 Handelsergebnis 926 728 +198 +27,2 Verwaltungsaufwand 6.582 6.118 +464 +7,6 Saldo sonstige betriebliche
Erträge/Aufwendungen -143 23 -166 Betriebsergebnis 1.813 1.345 +468 +34,8 Finanzanlageergebnis 321 14 +307 >+100,0 Abschreibungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 165 -165 -100,0 Aufwendungen für
Restrukturierungen 546 250 +296 >+100,0 Zuführung zu
Sonderwertberichtigungen 0 2.500 -2.500 -100,0
Saldo übrige Erträge/
Aufwendungen -289 -357 +68 +19,0 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/
Ergebnis vor Steuern 1.299 -1.913 +3.212 Ertragsteuern 262 224 +38 +17,0 Ergebnis nach Steuern 1.037 -2.137 +3.174 Fremdanteile am Ergebnis -395 -288 -107 -37,2 Gewinn/Verlust 642 -2.425 +3.067
Veränderung der Rücklagen 451 -2.425 +2.876 Konzerngewinn 191 -- +191 +100,0 nachrichtlich: Summe
operative Erträge 9.908 9.258 +650 +7,0




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